Ungleichgültigkeit

“Ungleichgültig” ist unsere Wortneuschöpfung, die für das Gegenteil von Gleichgültigkeit steht - aber was soll das überhaupt sein? Für die einen besteht es primär im Hinsehen oder Zuhören. Für die anderen im aktiven Eintreten für ein gewähltes Anliegen. Es kann auch in Beidem zusammen bestehen, oder völlig anders aussehen. Eine einheitliche Definition würde in diesem Fall nur beschränken, denn Ungleichgültigkeit kann viele verschiedene Formen annehmen.

Projekt Ungleichgültig

Wir sind ein Freundeskreis von sieben jungen Erwachsenen, die sich entschlossen haben, gemeinsam ein Projekt zu machen. Das Ganze hat im November 2019 angefangen. Auf der Suche nach Ideen für ein soziales Projekt ist uns eindrucksvoll klar geworden, wie ungleichgültig Bielefeld bereits ist. Also wollten wir diese Ungleichgültigkeit abbilden und den Menschen dahinter eine Plattform bieten. Mit dieser Idee bewarben wir uns im Februar 2020 beim Europäischen Solidaritätskorps und bekamen eine Förderung. Die Umsetzung der Idee könnt ihr seit dem 01. November 2020 auf dieser Website sehen: eine Art digitale Ausstellung, in der 28 Menschen aus Bielefeld vorgestellt werden, die alle auf ihre eigene Weise ungleichgültig sind und zum Stadtgeschehen beitragen. Nun sehen wir die digitale Ausstellung aber nicht als Selbstzweck, sondern möchten Ungleichgültigkeit auch darüber hinaus abbilden und das Projekt nachhaltig und interaktiv gestalten. Deshalb haben wir die Mitmach-Plattform eingerichtet. Auf dieser könnt ihr selbst einen Fragebogen ausfüllen, oder auch thematische Beiträge in Form von Essays, Podcasts oder Ähnlichem einreichen. Wo bist Du ungleichgültig?

Teamfoto Wir sind „Ungleichgültig“: Leon Kowsky, Jana Gornik, Steven Giesbrecht, Kim Woodley, Judith Müller, Alma de Veer, Jannik Fischer (von links nach rechts)

Foto: ©️ 2020 Lara Müller